Hans Sterneder – Dichter des Menschheits-Urwissens

Hans Sterneder (1889-1981) war ein bekannter österreichischer Schriftsteller, dekoriert mit einem Ehren-Professor-Titel und dem höchsten Orden für Kunst und Wissenschaft I. Klasse. Er verfasste Landstreicher-, Entwicklungs- und Einweihungsromane, Hymnen, Mysterienspiele und spirituelle Sachbücher. Er war Mitglied im österreichischen P.E.N., gilt als „Künder und Deuter des menschlichen Urwissens“ und ist einer der großen Wegbereiter moderner Spiritualität.

Die Kritik reagierte nahezu euphorisch auf Sterneders erste Romane und stellte ihn auf eine Stufe mit Adalbert Stifter, Gerhard Hauptmann oder Gottfried Keller. Sie bezeichnete ihn als einen intuitiven Dichtergeist, als ein Stück Thoma in der Dichtkunst und zählte seine Werke zu den schönsten und wertvollsten ihrer Zeit. Der Schriftsteller Ludwig Huna schrieb über Sterneders Einweihungsroman „Der Wunderapostel“: „Dieses Werk hat einen namenlosen Reichtum in meine Seele gelegt und ich werde zeitlebens von seinen Schönheiten und Weisheiten nicht loskommen.“

Neben seiner literarischen Kraft beeindruckt vor allem Sterneders spirituelle Gedankentiefe. Die Wiener Volkszeitung bezeichnete ihn einmal als „dithyrambischen Schwelger in Gott-Geist“ und das Biographisch-Bibliographische Kirchenlexikon (BBKL) nennt ihn einen „bedeutsamen Anreger für das religiöse Leben“. Andere nannten ihn einen Künder und Deuter des Menschheitsurwissens und einen Wegweiser zum Urquell aller Weisheit, Schönheit und Liebe. Er selbst sah seine Aufgabe als Dichter darin, „Kunst mit Erkennen zu vermählen und zu vereinen [...], die Kunst als edles Gefäß benützen, das ich mit dem Wein kosmo-biologischer Erkenntnis gefüllt habe“.

Das Hauptanliegen im literarischen Schaffen Hans Sterneders war die Vermittlung von Lebenserkennen, die Rückweisung des Menschen zu seinem Ursprung und Schöpfer und die Darlegung des Urwissens rund um den Sinn des Lebens und die Existenz Gottes.


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Alle Fotos stammen aus dem Nachlass Hans Sterneders, Franz-Michael-Felder-Archiv, Vorarlberger Landesbibliothek, Bregenz.

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